CHURCH PLANTING - Gemeinde pflanzen
Förderung von Gemeindepflanzungen durch die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD)
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Reformprojekt |
Gemeinde
pflanzen: Zehn Modellgemeinden gesucht |
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Kurzbeschreibung |
Förderung von neun Gemeindepflanzungen EKD-weit
durch die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD), über einen
Zeitraum von drei Jahren. |
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Wo? |
Neun Modellgemeinden – EKD-weit |
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Wann? |
ab
Frühherbst 2002 (über einen Zeitraum von drei Jahren) |
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Kontakt |
Volker
Roschke: amd.roschke(at)diakonie.de |
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Wer handelt |
Subjekt: AMD
(fünfköpfige Projektgruppe) unter Leitung von Volker Roschke |
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Wie |
Aufruf, Gemeinden in geographisch schlecht erreichbaren Gebieten oder
unter kirchendistanzierten Gruppen und Milieus zu pflanzen; nicht von
Hauptamtlichen, sondern wesentlich von Ehrenamtlichen getragen. Zehn
Gemeinden sollten vom AMD gefördert werden:
Neun Gemeinden haben sich schließlich gefunden.
Opponenten:
fehlender Leidensdruck; Versorgungsmentalität der Gemeinden; fehlende
innovative Leitende; Überlastung der Akteure; Paradigma der flächendeckenden
Versorgung |
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Mit
Wem? |
Adjuvanten: AMD |
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Was wird |
Objekt:
Schaffung von zehn Gemeindepflanzungen in Orientierung am anglikanischen
„Church planting“ |
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Warum |
Adressant: Versuch,
fruchtbare Erfahrungen der anglikanischen Kirche auf Deutschland mit einer
konzertierten Aktion zu übertragen: Notwendigkeit einer Reform
gemeindlicher Arbeit angesichts besonderer geographischer oder
struktureller Gemeindesituationen. Erneuerung und Verlebendigung der
Kirche nötig. Church
planting als Antwort auf vielerlei Herausforderungen, in der
die evangelische Kirche gegenwärtig steht wie z.B. Regionalisierungen, Klärung
der „Mission“ der Kirche, Finanz- und Mitarbeiterprobleme,
Milieuverengung u.a. |
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Für Wen angestrebt? |
Adressat: Menschen,
die von „klassischer“ Gemeindearbeit nicht erreicht werden (können);
„Wir
wollen in unserer Gemeinde die entschiedene Zuwendung zu den Nicht –
Erreichten!“ (5) |
Ziele:
Das Projekt „Gesucht: Zehn Gemeinden ...“ verfolgt ein Doppelziel:
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Zehn Gemeinden als Modellgemeinden zu finden und zu fördern, die eine Pflanzung in Angriff nehmen.
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Gemeinde pflanzen mit seinem einmaligen Betriebssystem in Deutschland bekannt machen und entsprechende Reformprozesse insbesondere in der Ev. Kirche zu beeinflussen. Das soll durch Studienreisen, Vorträge, Kongresse, Veröffentlichungen usw. geschehen, , auch um die anstehenden Reformprozesse zu beeinflussen und zu bereichern.
Wesentliche
Bestandteile dieses Betriebssystems sind:
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Missionarisches Leitbild
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Die Nicht – Erreichten als Kriterium der Gemeindearbeit
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Gelebte Spiritualität
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Zielgruppenorientierung
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Gemeinde pflanzen als dritter Weg zwischen Parochie und Regionalisierung
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Nicht Integration in Vorhandenes, sondern Schaffung spezifischer Angebote für Zielgruppen
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Ganzheitliches Missionsverständnis (Heil und Wohl)
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Liebe und Sorgfalt bei der Gemeindeerkundung
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Laienorientierung und Teamarbeit
Aus Sicht der Projektgruppe ist es ein großer Erfolg, dass sich neun Gemeinden mutig auf ein grenzüberschreitendes Projekt eingelassen haben, dafür den Beschluss des zuständigen Leitungsgremiums eingeholt haben, mit einem Trio an einem Basistraining teilgenommen und mittlerweile einen Mitarbeiterkreis bilden und erste Schritte zur Entwicklung einer Vision machen.
War bisher Gemeinde pflanzen das Hobby einiger Interessierter, aber ohne jede praktische Relevanz, so ist es mit dem AMD-Projekt aus der Liebhaber-Ecke herausgetreten in den Bereich praktizierter kirchlicher Praxis.
Reformepisode
Nachdem
feststand, welche Gemeinden am Modellprojekt teilnehmen würden, wurden diese
als erstes zu einem Grundlagentraining vom 4. – 7. November 2004 nach
Linkenheim bei Karlsruhe eingeladen.
Dieses
Training, an dem neben den Mitgliedern der Projektgruppe und den Begleitern,
Trios aus den Gemeinden teilnahmen, insgesamt ca. 40 Personen, hatte zum Ziel, Gemeinde
pflanzen als Gestaltungsmöglichkeit einer missionarischen und kreativen
Kirche sozusagen von der Pike auf kennen zu lernen.
Den
Gemeinden schrieben wir:
„Als
Träger des Gesamtprojektes sehen wir diese Tagung im November als einen
entscheidenden Baustein für den Gesamtprozess in Ihrer Gemeinde an. Deshalb
laden wir Sie sehr herzlich zur Teilnahme ein. Im Regelfall sollten drei
Personen aus jeder Initiative teilnehmen, möglichst solche, die zur Trägergruppe
einer Pflanzung gehören und dort Verantwortung tragen. Bei anderen Projekten
haben wir gute Erfahrungen mit der Teilnahme einer/s Hauptamtlichen und zweier
Ehrenamtlicher gemacht.“ (S. GET – Training für
Gemeinde-Entwicklungs-Teams - http://www.a-m-d.de/angebote/gemeindeentwicklung/get/).
Beim
Training in Linkenheim wurden die teilnehmenden Gemeinden und Initiativen von
den Nestoren der anglikanischen Churchplanting-Bewegung, Bob und Mary Hopkins
auf motivierende Weise in die Thematik eingeführt. Weitere Referate und
Arbeitseinheiten dienten dem Kennen lernen der Entwicklungsschritte einer
Gemeindepflanzung von der Anfangsidee über die Situationsanalyse,
Visionsentwicklung bis hin zum Start einer neuen Gemeinde. Dabei wurde
besonderer Wert auf die Möglichkeiten der Gemeindeerkundung, der Arbeit im
Pflanzteam und den Schritten bis hin zur Institutionalisierung einer neuen
Gemeinde gelegt.
Jede
Gemeinde hatte Gelegenheit, Erstüberlegungen zur angedachten Pflanzung zu präsentieren.
Durch die Anwesenheit der Begleiter war es auch möglich, bereits in Linkenheim
das Gehörte direkt auf die eigene Situation zu beziehen und die nächsten
Schritte vor Ort anzudenken. Anstehende Fragen und Probleme konnten oft im
Plenum diskutiert und beantwortet werden, gerade auch mit Hilfe der beiden
Fachreferenten aus England.
Eine
Podiumsdiskussion zum Thema „Kirche im 21. Jahrhundert. Zukunftsmodelle einer
missionarischen Kirche“ am Ende des viertägigen Trainings stellte die Öffentlichkeit
her und führte zu einer intensiven Berichterstattung über Gemeinde
pflanzen und das Projekt in idea.
Die
Reaktionen der Trios beim Feedback, aber auch in E-Mails und bei anderen
Gelegenheiten später, machen deutlich, dass dieses viertägige
Grundlagentraining den Teilnehmerinnen und Teilnehmern außerordentlich viel an
Wissen und nicht zuletzt an Motivation für die ersten Schritte in der Gemeinde
gebracht hat.
Die
Trios werden nun vor Ort ein Pflanzteam finden müssen, das als ersten Schritt
eine Situationsanalyse durchführt. Es geht darum, unter Gebet, Analyse und
Bibellese zu einer Vision für die zu pflanzende neue Gemeinde zu kommen.
Diese
Schritte werden von den Begleitern kontinuierlich unterstützt. Die Begleiter
sind auch die Verbindungsglieder zur Projektgruppe. Ein erstes Treffen von
Projektgruppe und Begleitern im März 2005 machte deutlich, dass die Gemeinden
bzw. Initiativen mit Engagement arbeiten, aber auch viele Hürden zu überwinden
sind.
Geplant
ist ein follow-up-Treffen für die Trios im November 2005, um voneinander zu hören,
Probleme zu diskutieren und Hilfen geben zu können.
Auf der Homepage soll kontinuierlich über die Entwicklung in den Gemeinden berichtet werden. Ein erster Schritt dazu ist eine Deutschlandkarte, die die Orte der neun Gemeindepflanzungen anzeigt. Klickt man diese Orte an, so erhält man detailliertere Informationen über das geplante Projekt am Ort.